Website Relaunch Kosten 2026: Was kostet eine neue Website wirklich?
Lesezeit: ca. 12 Minuten ·

Ihre Website ist in die Jahre gekommen. Das Design wirkt veraltet, auf dem Smartphone lädt sie zu langsam, und neue Mitbewerber haben deutlich modernere Auftritte. Der Gedanke liegt nahe: Relaunch. Aber was kostet das eigentlich — und lohnt es sich überhaupt?
Ein Website-Relaunch ist kein einfaches Projekt. Er ist eine der komplexesten Aufgaben im digitalen Marketing — weil er gleichzeitig technische, gestalterische, inhaltliche und strategische Entscheidungen verlangt. Und weil ein schlecht geplanter Relaunch eine der häufigsten Ursachen für dramatische Google-Ranking-Verluste ist. Beides wird in Angeboten von Agenturen gerne verschwiegen.
Dieser Artikel gibt Ihnen ehrliche Preisübersichten nach Projektumfang und Anbieter, erklärt welche Faktoren die Kosten wirklich treiben, und zeigt Ihnen das SEO-Risiko das die meisten Auftraggeber erst nach dem Relaunch entdecken — dann meistens zu spät.
Keine Fantasiepreise. Keine versteckten Kosten. Marktpreise Stand 2026 für den DACH-Raum.
Wann lohnt sich ein Website-Relaunch wirklich?
Ein Relaunch aus ästhetischen Gründen — weil das Design nicht mehr gefällt — lohnt sich selten. Diese konkreten Signale zeigen an, wann ein Relaunch tatsächlich wirtschaftlich sinnvoll ist:
🐌 Ladezeit über 3 Sekunden auf mobilen Geräten
Google nutzt die Ladezeit als direkten Rankingfaktor. Eine Website die auf dem Smartphone länger als 3 Sekunden braucht, verliert messbar Besucher und Rankings. Wenn technische Optimierungen am bestehenden System ausgereizt sind, ist ein Relaunch auf moderner Infrastruktur oft die einzige Lösung.
📱 Kein mobiles Design (Responsive)
Über 60% aller Website-Besuche in Deutschland kommen heute von Smartphones. Eine Website die nicht mobiloptimiert ist, wird von Google in mobilen Suchergebnissen aktiv schlechter gerankt. Das ist kein ästhetisches Problem — es ist ein Sichtbarkeitsproblem.
🔒 Veraltetes CMS ohne Sicherheitsupdates
WordPress-Versionen die nicht mehr aktualisiert werden, Typo3-Installationen aus 2015, selbst gebaute PHP-Systeme ohne Wartung — diese Websites sind aktiv angreifbar. Nicht hypothetisch, sondern täglich. Ein veraltetes CMS ist kein Schönheitsfehler, sondern ein Sicherheitsrisiko für Ihr Unternehmen und Ihre Kunden.
📉 Sinkende Conversion-Rate ohne erklärlichen Grund
Wenn der Traffic stagniert oder sinkt, Anfragen abnehmen, aber nichts am Marketing geändert wurde — ist oft die Website selbst das Problem. Veraltete Formulare, fehlende Vertrauenssignale, schlechte Nutzerführung: all das schlägt sich direkt in Conversion-Raten nieder.
🔄 Grundlegende Veränderung im Unternehmen
Neue Zielgruppe, neues Kernprodukt, neue Positionierung, Fusion mit einem anderen Unternehmen, Rebranding — wenn sich die Grundlage des Unternehmens ändert, kann eine bestehende Website diese Veränderung nicht mehr authentisch transportieren. Ein kosmetisches Redesign reicht dann nicht.
⚖️ BFSG / Barrierefreiheitspflicht
Ab 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für viele Unternehmenswebsites. Wer technisch nachrüsten muss, verbindet das sinnvollerweise mit einem Relaunch — statt nachträglich an einer alten Technologie herumzuflicken die das strukturell nicht unterstützt.
Refresh, Redesign oder Relaunch – was brauchen Sie wirklich?
Die drei Begriffe werden im Agenturmarkt oft synonym verwendet — sind es aber nicht. Die Unterschiede bestimmen Umfang, Kosten und Risiko:
| Maßnahme | Was sich ändert | Was bleibt | Kosten (Agentur) | Dauer |
|---|---|---|---|---|
| Website-Refresh | Farben, Schriften, Bilder, kleinere Layout-Anpassungen | Technik, Struktur, Inhalte, URLs | 1.500–5.000 € | 1–3 Wochen |
| Website-Redesign | Komplettes visuelles Erscheinungsbild, UX, Navigation | CMS, Hosting, URL-Struktur (meist) | 5.000–20.000 € | 4–10 Wochen |
| Website-Relaunch | Technik, Struktur, Design, Inhalte — vollständig neu | Domain, Marke (idealerweise Kernbotschaft) | 10.000–80.000 €+ | 2–6 Monate |
Was kostet ein Website-Relaunch? Preisübersicht 2026
Die Kosten hängen von drei Faktoren ab: Umfang der Website, technische Komplexität und gewählter Anbieter. Hier die realistischen Marktpreise für den DACH-Raum:
| Projekttyp | Freelancer (DE) | Agentur (DE) | Baukastensystem |
|---|---|---|---|
| Kleine Website (5–10 Seiten, Dienstleister/Handwerk) | 2.500–6.000 € | 4.000–12.000 € | 500–2.000 € |
| Mittelgroße Website (10–30 Seiten, kleine Unternehmen mit Leistungsseiten) | 5.000–15.000 € | 10.000–30.000 € | 1.000–3.500 € |
| Komplexe Website (30+ Seiten, Blog, Mehrsprachigkeit) | 12.000–35.000 € | 25.000–60.000 € | Nicht empfohlen |
| Website mit Online-Shop (bis 500 Produkte) | 8.000–25.000 € | 20.000–50.000 € | 2.000–5.000 € |
| Enterprise-Website (Konzern, Mehrsprachig, Portale) | Meist nicht geeignet | 50.000–200.000 €+ | Nicht geeignet |
Alle Preise netto, DACH-Markt, Stand Mai 2026. Nicht enthalten: Content-Erstellung (Texte, Fotografie), SEO-Optimierung der Inhalte, laufende Wartung nach Launch.
Praxisbeispiel
Relaunch für ein Steuerberatungsbüro in Stuttgart (8 Mitarbeiter)
Ausgangssituation: WordPress-Website aus 2018, kein Responsive Design, Ladezeit 5,2 Sekunden mobil, Kontaktformular veraltet, keine SSL-Zertifikat-Erneuerung seit 2 Jahren.
- Entscheidung: Vollständiger Relaunch — kein Redesign, weil technische Basis nicht mehr tragfähig
- Umfang: 12 Seiten, neues CMS (WordPress aktuell), DSGVO-konformes Kontaktformular, Google Maps Integration, Blog-Bereich
- Anbieter: Regionale Webagentur mit Erfahrung im Beratungsbereich
- Angebot: 14.500 € netto inkl. SEO-Migration, exkl. neue Texte (wurden intern erstellt)
- Ergebnis: Ladezeit 1,1 Sekunden, Google Rankings nach 8 Wochen vollständig wiederhergestellt
Realistisches Beispiel auf Basis typischer Projektanfragen. Nicht auf einen konkreten Einzelfall bezogen.
Laufende Kosten nach dem Relaunch: Was viele nicht einplanen
Die Entwicklungskosten sind einmalig — die laufenden Kosten laufen dauerhaft. Ein häufiger Fehler bei der Budgetplanung: nur das Relaunch-Projekt kalkulieren, nicht den Betrieb danach. Diese Kosten entstehen nach jedem Relaunch:
| Kostenposten | Kosten (Richtwert) | Anmerkung |
|---|---|---|
| Hosting (Managed WordPress / Webspace) | 10–80 €/Monat | Je nach Traffic, Speicher und Performance-Anforderungen |
| Domain-Registrierung | 10–25 €/Jahr | .de-Domain; Premium-Domains und Mehrfach-TLDs kosten mehr |
| SSL-Zertifikat | 0–150 €/Jahr | Bei gutem Hosting inklusive (Let's Encrypt); EV-Zertifikate kostenpflichtig |
| CMS-Lizenz (falls zutreffend) | 0–300 €/Jahr | WordPress kostenlos; Webflow, Statamic, Typo3-Lizenzen je nach Modell |
| Plugin- / Theme-Lizenzen (WordPress) | 50–400 €/Jahr | SEO-Plugin, Formular-Plugin, Cache, Sicherheits-Plugin etc. |
| Wartungsvertrag (Agentur) | 50–300 €/Monat | CMS-Updates, Sicherheits-Patches, Backups, Monitoring |
| DSGVO-Tool / Cookie-Manager | 0–20 €/Monat | Usercentrics, Borlabs, Cookiebot; kostenlose Optionen für kleine Websites |
| E-Mail-Hosting (professionelle Adressen) | 3–10 €/Postfach/Monat | Google Workspace, Microsoft 365 oder Hosting-Provider-Mail |
Faustregel: Planen Sie laufende Kosten von 100–500 Euro pro Monat ein — je nach Größe der Website, Wartungsintensität und eingesetzten Tools. Eine professionell betreute Unternehmenswebsite kostet im Betrieb realistisch 150–300 Euro monatlich, auch ohne neue Features.
Was treibt die Relaunch-Kosten wirklich in die Höhe?
Diese sechs Faktoren machen den Unterschied zwischen einem 8.000-€- und einem 40.000-€-Relaunch — und werden in Erstgesprächen selten proaktiv angesprochen:
1. Content-Erstellung: Der unterschätzte Kostenblock
Texte, Bilder, Videos — alles was auf der neuen Website stehen soll, muss entweder übernommen, überarbeitet oder neu erstellt werden. Viele Agenturen kalkulieren das nicht im Grundangebot. Professionelle Website-Texte kosten 80–200 Euro pro Seite (Texter), professionelle Fotografie 800–3.000 Euro für einen Shooting-Tag. Bei einer 20-seitigen Website mit neuen Texten kommen schnell 5.000–8.000 Euro extra zusammen — noch bevor eine Zeile Code geschrieben ist.
2. CMS-Wechsel und Datenmigration
Wenn Sie von einem alten CMS (z.B. Typo3 4.x, Joomla, selbstgebautes PHP-System) auf ein modernes System (WordPress, TYPO3 aktuell, Webflow, Statamic) wechseln, entsteht Migrationsaufwand: alle Inhalte müssen übertragen, alle URLs müssen gemappt, alle Weiterleitungen müssen gesetzt werden. Dieser Aufwand ist nicht linear — eine Website mit 50 Seiten und 5 Jahren Blogposts kostet in der Migration ein Vielfaches einer frischen 10-Seiten-Website.
3. Individuelle Funktionen und Integrationen
Kontaktformular mit CRM-Anbindung, Buchungssystem, Mitgliederbereich, Produktkonfigurator, Mehrsprachigkeit mit automatischer Weiterleitung — jede dieser Funktionen kostet zusätzlich. Was als "kleine Ergänzung" kommuniziert wird, ist oft ein eigenständiges Entwicklungsprojekt. Faustregel: Jede Schnittstelle zu einem Drittsystem (HubSpot, Salesforce, Lexoffice, Calendly…) kostet 500–3.000 Euro extra.
4. Anzahl der Seiten und Seitentypen
Nicht die Gesamtseitenzahl ist entscheidend, sondern die Anzahl verschiedener Seitentypen. Eine Website mit 30 Seiten aber nur 3 Seitentypen (Startseite, Leistungsseite, Kontakt) ist günstiger als eine Website mit 15 Seiten aber 10 verschiedenen Layouts. Jeder neue Seitentyp muss designed, entwickelt und getestet werden.
5. SEO-Migration: Wird sie mitkalkuliert oder nicht?
Die korrekte SEO-Migration — alle alten URLs auf neue mappen, 301-Weiterleitungen setzen, Search Console übertragen, strukturierte Daten prüfen — ist ein eigenständiger Arbeitsschritt der 3–15 Stunden Agenturzeit kostet. Manche Agenturen kalkulieren das ein, manche nicht. Wenn nicht: entweder Sie zahlen extra, oder Sie riskieren massive Ranking-Verluste. Fragen Sie vor Beauftragung explizit danach.
6. Laufende Kosten nach dem Launch
Hosting (100–500 €/Jahr), CMS-Lizenz falls zutreffend, SSL-Zertifikat (oft im Hosting inklusive), Plugin-Lizenzen (bei WordPress häufig 50–300 €/Jahr), Wartungsvertrag mit der Agentur (50–300 €/Monat). Planen Sie laufende Kosten von 150–600 Euro pro Monat ein — je nach Größe und Betreuungsintensität der Website.
Das größte Risiko beim Relaunch: Ihr Google-Ranking
Ein Website-Relaunch ist eine der häufigsten Ursachen für dramatische Google-Ranking-Verluste — und das bei Unternehmen die vorher jahrelang gute Sichtbarkeit aufgebaut haben. Der Grund: SEO-Migration wird unterschätzt, falsch kalkuliert oder schlicht vergessen.
Diese Fehler passieren am häufigsten:
| Fehler | Konsequenz | Lösung |
|---|---|---|
| URL-Struktur verändert ohne Weiterleitungen | Alle alten Backlinks und Rankings verloren | 301-Redirects für jede alte URL setzen |
| Meta-Titel und Descriptions nicht übertragen | Google rankt neue Seiten von Null an | Alle SEO-Metadaten vor Launch prüfen |
| Seiten gelöscht oder zusammengeführt ohne Redirect | Direkte Ranking-Verluste auf gelöschten URLs | Konsolidierungs-Strategie mit Redirects planen |
| Search Console nicht auf neue Version umgestellt | Google crawlt und indexiert falsch | Search Console sofort nach Launch aktualisieren |
| robots.txt blockiert neue Seiten | Google kann neue Website nicht indexieren | robots.txt auf Staging und Live prüfen |
| Strukturierte Daten (JSON-LD) fehlen auf neuer Site | Rich Snippets verschwinden aus den SERPs | Schema-Markup von alter auf neue Site übertragen |
| Launch ohne Monitoring der Rankings | Probleme werden erst Wochen später bemerkt | Ranking-Tracking vor und nach Launch einrichten |
Faustregel: Mit einer sorgfältigen SEO-Migration bleiben 80–90% Ihrer bestehenden Rankings erhalten. Ohne SEO-Migration verlieren viele Websites 30–70% ihrer organischen Sichtbarkeit — und die Erholung dauert 6–18 Monate.
Wie lange dauert ein Website-Relaunch? Realistische Zeitpläne
Der häufigste Verzögerungsgrund ist nicht die Agentur — sondern fehlende oder zu spät gelieferte Inhalte vom Auftraggeber. Texte, Bilder, Logofiles, Firmenvideos: was fehlt, verzögert das Projekt. Diese Zeitrahmen gelten wenn alle Inhalte rechtzeitig bereitstehen:
| Projekttyp | Konzept & Design | Entwicklung | Abnahme & Launch | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Refresh (kosmetisch) | 1 Woche | 1–2 Wochen | 1 Woche | 2–4 Wochen |
| Redesign (visuell) | 2–3 Wochen | 3–5 Wochen | 1–2 Wochen | 6–10 Wochen |
| Relaunch (klein, 5–10 Seiten) | 2–4 Wochen | 4–6 Wochen | 2 Wochen | 8–12 Wochen |
| Relaunch (mittel, 10–30 Seiten) | 3–5 Wochen | 6–10 Wochen | 2–3 Wochen | 3–5 Monate |
| Relaunch (komplex, Shop/Mehrsprachig) | 5–8 Wochen | 10–20 Wochen | 3–4 Wochen | 5–8 Monate |
Puffer einplanen: Erfahrungsgemäß dauern Relaunch-Projekte 20–30% länger als initial geplant — meistens wegen Feedback-Schleifen, Änderungswünschen und verzögerten Inhalten. Planen Sie keinen fixen Launch-Termin für den ersten Entwurf, sondern erst nach der zweiten Korrekturschleife.
Wer setzt den Relaunch um – Agentur, Freelancer oder Baukasten?
Die Wahl des Anbieters beeinflusst Qualität, Prozess und Risiko — nicht nur den Preis:
Webagentur
Vorteile
- ✓ Design + Entwicklung + SEO aus einer Hand
- ✓ Projektmanager als Ansprechpartner
- ✓ Wartungsvertrag nach Launch
- ✓ Mehr Absicherung bei komplexen Projekten
Nachteile
- ✗ Höhere Kosten (80–130 €/h)
- ✗ Längere Entscheidungswege
- ✗ Qualität variiert stark je nach Agentur
Empfohlen für: Projekte ab 10.000 €, mehrere Seitentypen, SEO-Ansprüche
Freelancer
Vorteile
- ✓ Direkter Kontakt mit dem Umsetzer
- ✓ Günstiger (40–90 €/h)
- ✓ Schnellere Entscheidungen
- ✓ Flexibler bei Änderungen
Nachteile
- ✗ Meist nur ein Spezialist (Design oder Entwicklung)
- ✗ Kein Team bei Ausfall
- ✗ SEO-Expertise oft nicht vorhanden
- ✗ Wartung nach Launch unsicher
Empfohlen für: Kleine Projekte bis 8.000 €, wenn SEO nicht kritisch
Baukastensystem
Vorteile
- ✓ Sehr günstig (ab 20 €/Monat)
- ✓ Schnell selbst umsetzbar
- ✓ Kein technisches Vorwissen nötig
Nachteile
- ✗ Stark eingeschränkte Individualität
- ✗ SEO-Möglichkeiten begrenzt
- ✗ Kein professionelles Design
- ✗ Vendor Lock-in
Empfohlen für: Kleinstbetriebe, Solo-Selbstständige, reines Aushängeschild
Relaunch-Angebot erhalten: Was muss drinstehen — und was ist ein Warnsignal?
Ein Relaunch-Angebot zu vergleichen ist schwieriger als es klingt — weil Agenturen unterschiedlich kalkulieren und unterschiedliche Leistungen bündeln. Dieses Schema zeigt Ihnen was ein vollständiges Angebot enthält und wo Vorsicht geboten ist:
| Leistung | Im Angebot enthalten? | Warnsignal wenn... |
|---|---|---|
| Konzept & Sitemap | Sollte explizit aufgelistet sein | Direkt zur Gestaltung gesprungen — ohne Struktur |
| UX/UI-Design (alle Seitentypen) | Anzahl der Design-Screens angegeben | Nur "Design" ohne Anzahl oder Screens |
| Entwicklung / CMS-Einrichtung | CMS benannt, Funktionen gelistet | Pauschal "Entwicklung" ohne Details |
| Texte / Content | Explizit: inklusive oder exklusive? | Nicht erwähnt — dann extra und oft teuer |
| Mobiloptimierung | Explizit genannt und getestet | Stillschweigend vorausgesetzt, nicht getestet |
| SEO-Migration | 301-Redirects, Meta-Übertragung, Search Console | Fehlt komplett oder nur „SEO-freundlich" |
| Ladezeit-Optimierung | Core Web Vitals / PageSpeed-Zielwert genannt | Keine Aussage zur Performance |
| DSGVO / Datenschutz | Cookie-Manager, Datenschutzerklärung | Nicht erwähnt |
| Testphase | Geräte, Browser, Formulare, Links | Kein Testing-Protokoll beschrieben |
| Schulung / Übergabe | CMS-Einweisung, Dokumentation | Keine Übergabe erwähnt |
| Wartung nach Launch | Konditionen, Reaktionszeiten, Preis | Kein Wartungsangebot |
| Zahlungsplan | Milestone-gebunden | Hohe Vorauszahlung ohne Milestones |
Die 6 teuersten Fehler beim Website-Relaunch
Diese Fehler kosten Unternehmen regelmäßig mehr als der gesamte Relaunch — meistens erst Monate nach dem Launch.
⚠ 1. Keinen SEO-Status der alten Website dokumentiert
Vor dem Relaunch sollten Sie wissen: Welche Seiten ranken aktuell für welche Keywords? Welche Seiten bringen den meisten organischen Traffic? Welche Backlinks zeigen auf welche URLs? Ohne diese Datenbasis können Sie nach dem Relaunch nicht beurteilen was verloren gegangen ist — und nicht gezielt nacharbeiten. Export aus Google Search Console und ein Ranking-Snapshot sind Pflicht.
⚠ 2. Content zuletzt gedacht — statt zuerst
Design ohne finalen Content führt fast immer zu Nacharbeiten: Texte die nicht ins Layout passen, Bilder die fehlen, Seiten die anders strukturiert werden müssen als designed. Die richtige Reihenfolge: zuerst Inhaltsstruktur (Sitemap), dann Texte und Bilder, dann Design, dann Entwicklung. Wer anders vorgeht, zahlt den Preis in Überarbeitungsrunden.
⚠ 3. Relaunch und Rebrand gleichzeitig
Ein neues Logo, neue Farben, neuer Name — gleichzeitig mit dem technischen Relaunch. Das klingt effizient, ist es aber selten: wenn Design und Branding noch nicht final sind, kann die Entwicklung nicht beginnen. Das Ergebnis sind Wartezeiten, Überschneidungen und ein aufgeblähtes Budget. Besser: Rebrand zuerst abschließen, dann mit finalem Branding in den Relaunch starten.
⚠ 4. Kein Testing auf echten Geräten
Eine Website die im Browser-Simulator gut aussieht, kann auf einem echten iPhone 13 oder einem Samsung Galaxy mit abweichendem Android-Skin völlig anders wirken. Testing auf echten Geräten — mindestens einem aktuellen iOS- und einem aktuellen Android-Gerät — ist kein optionaler Schritt. Gleiches gilt für unterschiedliche Browser (Chrome, Safari, Firefox, Edge).
⚠ 5. Launch-Datum unter Druck gesetzt
Messe, Produktlaunch, Pressekonferenz — ein externer Termin zwingt zum vorzeitigen Launch. Das Ergebnis: eine halbfertige Website geht live, Bugs bleiben ungefixed, die SEO-Migration wird überstürzt. Ein schlechter Launch schadet mehr als ein verzögerter. Wenn ein externer Termin wirklich nicht verschiebbar ist: lieber die alte Website stehen lassen und den Relaunch danach sauber durchführen.
⚠ 6. Kein Wartungskonzept nach Launch
CMS-Updates, Plugin-Sicherheitslücken, SSL-Zertifikat-Erneuerung, DSGVO-Anpassungen — eine neue Website braucht aktive Pflege. Wer nach dem Launch keinen Wartungsvertrag hat und Updates "selbst macht wenn Zeit ist", hat in 12 Monaten eine veraltete, potentiell unsichere Website. Wartungskosten von 50–200 Euro pro Monat sind keine Kostenstelle, sondern eine Versicherung.
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Agentur finden – kostenlos →Häufige Fragen zum Website-Relaunch 2026
Was kostet ein Website-Relaunch?
Ein Website-Relaunch kostet 2026 je nach Umfang zwischen 3.000 und 80.000 Euro. Ein einfacher Refresh kostet bei einer Agentur 3.000–8.000 Euro, ein vollständiger Relaunch mit neuer Struktur und neuem CMS 10.000–40.000 Euro, ein komplexer Relaunch mit Shop oder Mehrsprachigkeit 30.000–80.000 Euro und mehr.
Wann lohnt sich ein Website-Relaunch?
Ein Relaunch lohnt sich wenn die Website nicht mehr mobiloptimiert ist, die Ladezeit auf Smartphones über 3 Sekunden liegt, das CMS nicht mehr sicher gewartet wird, die Conversion-Rate messbar gesunken ist, oder sich die Unternehmenspositionierung grundlegend verändert hat. Aus rein ästhetischen Gründen lohnt sich ein vollständiger Relaunch selten.
Was ist der Unterschied zwischen Relaunch, Redesign und Refresh?
Ein Refresh ist kosmetisch (neue Farben, Bilder) und kostet ab 1.500 Euro. Ein Redesign verändert das visuelle Erscheinungsbild ohne die Technik anzufassen und kostet ab 5.000 Euro. Ein vollständiger Relaunch umfasst neue Technik, neue Struktur und neue Inhalte — er kostet ab 10.000 Euro und trägt das höchste SEO-Risiko.
Verliert man durch einen Website-Relaunch Google-Rankings?
Ja — ein schlecht geplanter Relaunch ist einer der häufigsten Gründe für massive Ranking-Verluste. Hauptrisiken sind geänderte URLs ohne 301-Weiterleitungen und fehlende Übertragung von SEO-Metadaten. Mit einer sorgfältigen SEO-Migration bleiben 80–90% der Rankings erhalten.
Wie lange dauert ein Website-Relaunch?
Ein einfacher Refresh dauert 2–4 Wochen. Ein vollständiges Redesign 6–10 Wochen. Ein kleiner Relaunch (5–10 Seiten) 8–12 Wochen. Ein mittlerer Relaunch (10–30 Seiten) 3–5 Monate. Der häufigste Verzögerungsgrund: fehlende Inhalte vom Auftraggeber.
Was sollte ich vor einem Website-Relaunch vorbereiten?
Vor dem Relaunch sollten Sie vorbereiten: einen vollständigen Export aller bestehenden URLs, einen Google Search Console Snapshot (welche Seiten ranken?), eine Bewertung aller Inhalte (behalten / überarbeiten / löschen), schriftlich definierte Relaunch-Ziele, und ein Budget inklusive Puffer für Content-Erstellung. Ohne diese Vorbereitung können Angebote nicht sinnvoll verglichen werden.
Checkliste: Website-Relaunch – was vor der Beauftragung vorbereitet sein muss
Diese Checkliste schützt Sie vor den häufigsten Fehlern und sorgt für vergleichbare Angebote.
SEO & Bestand sichern
- Google Search Console: alle URLs mit Klicks und Impressionen exportiert
- Aktuelles Ranking-Snapshot für Top-Keywords dokumentiert
- Alle bestehenden URLs der Website aufgelistet (Sitemap exportieren)
- Wichtige Backlinks identifiziert (Google Search Console → Links)
- Google Analytics / Matomo Baseline-Daten gesichert
Ziele und Inhalte
- Relaunch-Ziele schriftlich definiert: Was soll sich nach dem Relaunch messbar verbessern?
- Neue Sitemap / Seitenstruktur zumindest grob skizziert
- Alle bestehenden Inhalte bewertet: behalten, überarbeiten oder löschen
- Content-Verantwortung geklärt: Wer schreibt neue Texte – intern oder Texter?
- Bildmaterial gesichtet: vorhandene Fotos verwertbar oder neues Shooting nötig?
- Logo und Corporate-Design Dateien in Vektorformat vorhanden (SVG, AI, EPS)
Anbieterauswahl und Launch
- Mindestens 3 Angebote eingeholt – alle auf Basis desselben Briefings
- SEO-Migration explizit im Angebot enthalten und besprochen
- Wartungsvertrag nach Launch besprochen und im Angebot
- Zugangsdaten zu Hosting, Domain, bestehendem CMS bereitgestellt
- Testing-Protokoll vor Go-Live vereinbart (Geräte, Browser, Formulare)
- Monitoring nach Launch eingerichtet (Search Console, Analytics, Ranking-Tool)
- DSGVO-Datenschutzerklärung für neue Website aktualisiert
Fazit: Was ein Website-Relaunch 2026 wirklich bedeutet
Ein Website-Relaunch ist keine Investition in Ästhetik — er ist eine Investition in Sichtbarkeit, Conversion und technische Zukunftsfähigkeit. Wer ihn mit klaren Zielen, sorgfältiger SEO-Vorbereitung und einem erfahrenen Anbieter angeht, bekommt ein Werkzeug das messbar mehr Anfragen und Umsatz bringt.
Wer ihn überstürzt, ohne SEO-Planung, mit dem günstigsten Angebot und unter Zeitdruck durchzieht — riskiert nicht nur Qualitätsprobleme, sondern den Verlust von Rankings die über Jahre aufgebaut wurden und 12–18 Monate brauchen um sich zu erholen.
Wenn Sie einen Website-Relaunch planen und noch nicht sicher sind welcher Umfang, welcher Anbieter und welches Budget zu Ihrer Situation passt — beschreiben Sie Ihr Projekt im WebVerbunden-Planer. In 10 Minuten strukturiert, ohne Fachwissen, kostenlos. Oder lesen Sie unseren Überblick zu Website-Relaunch: Was Sie wissen müssen bevor Sie beauftragen.
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Agentur finden – kostenlos →Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle rechtliche oder wirtschaftliche Beratung. Preisangaben sind Richtwerte auf Basis des deutschen Marktes (Stand Mai 2026) und können je nach Anbieter, Projektumfang und Region erheblich abweichen. Verbindliche Angebote erhalten Sie ausschließlich von den jeweiligen Dienstleistern.
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