Kundenbewertungen sammeln als Agentur: So automatisieren Sie den Prozess (2026)
Lesezeit: ca. 13 Minuten ·

93 Prozent der B2B-Einkäufer lesen Online-Bewertungen bevor sie einen Dienstleister kontaktieren (Trustmary, 2025). Und trotzdem haben die meisten Agenturen und Freelancer weniger als fünf Bewertungen online – oft seit Jahren.
Das ist kein Zufall. Es ist ein strukturelles Problem: Gute Arbeit entsteht im Projekt. Bewertungen entstehen nicht von selbst. Wer nicht aktiv fragt, bekommt fast nie eine – obwohl laut BrightLocal Local Consumer Review Survey 72 Prozent der Kunden bereit wären, eine Bewertung zu schreiben, wenn sie darum gebeten werden.
Im B2B-Kontext ist das besonders relevant: B2B-Käufer wählen nicht emotional, sondern risikoavers. Sie suchen Belege dafür, dass eine Agentur liefert – und nutzen Bewertungen anderer Unternehmen als Risikoreduktion.
Die kurze Antwort: Kundenbewertungen als Agentur systematisch zu sammeln erfordert einen Prozess, keinen Zufall. Die wirksamste Methode ist eine automatisierte Anfrage nach Projektabschluss – kombiniert mit einer zentralen Plattform die Bewertungen aus mehreren Quellen bündelt und für die Neukundengewinnung nutzbar macht.
Dieser Artikel zeigt fünf konkrete Methoden, erklärt wie Sie mit negativen Bewertungen professionell umgehen, vergleicht die wichtigsten Tools und benennt die Fehler die am häufigsten gemacht werden.
Warum mangelnde Bewertungen Agenturen Aufträge kosten
Bewertungen sind für Agenturen kein nettes Beiwerk – sie sind ein Vertriebskanal. Wer auf Plattformen wie Agenturmarkt.de, ProvenExpert oder Google wenige oder keine Bewertungen hat, verliert Aufträge an Wettbewerber die dasselbe können, aber sichtbarer vertrauenswürdig wirken.
Das Mechanismus dahinter ist konkret: Auf Agenturmarkt.de werden Agenturen nach Score sortiert. Dieser Score basiert maßgeblich auf Anzahl und Qualität der Kundenbewertungen. Wer keinen Score hat, steht weiter hinten. Wer weiter hinten steht, wird seltener angeklickt – egal wie gut die eigentliche Arbeit ist.
Noch direkter ist der Einfluss auf individuelle Kaufentscheidungen: Ein Unternehmen das zwischen zwei Agenturen wählt, von denen eine 24 Bewertungen mit 4,8 Sternen hat und die andere keine einzige, wird in neun von zehn Fällen bei der ersten anfragen. Das ist kein Qualitätsurteil über die Arbeit. Es ist Psychologie – und sie funktioniert zuverlässig.
Hinzu kommt ein SEO-Effekt: Lokale Google-Suchen wie "Webdesign Agentur München" bevorzugen Einträge mit vielen aktuellen Bewertungen. Das gilt für Google-Unternehmensprofile und zunehmend auch für KI-gestützte Suchen in ChatGPT oder Perplexity, die Quellen mit nachweisbarer Reputation bevorzugen.
Warum sammeln die meisten Agenturen kaum Bewertungen?
Das ist selten eine Frage des Wollens. Es ist eine Frage des fehlenden Systems. Vier Gründe warum der Prozess regelmäßig scheitert:
- Scheu vor der direkten Bitte. Viele empfinden die Bitte um eine Bewertung als unangenehm oder aufdringlich – besonders bei langjährigen Kunden mit denen man auf Augenhöhe arbeitet.
- Kein fester Zeitpunkt. Es gibt keinen definierten Moment im Projektabschluss an dem die Anfrage rausgeht. Sie wird immer wieder auf "nach dem nächsten Projekt" verschoben.
- Manuelle Prozesse. Eine individuelle E-Mail an jeden Kunden ist aufwendig genug um es regelmäßig zu vermeiden – besonders wenn gleichzeitig mehrere Projekte laufen.
- Fehlende Konsolidierung. Bewertungen existieren auf drei verschiedenen Plattformen, werden nie zusammengefasst und sind damit für potenzielle Kunden schwer zu überblicken.
Das Ergebnis: Agenturen mit zehn Jahren Erfahrung und dreißig zufriedenen Kunden haben online vier Bewertungen – und verlieren Anfragen an jüngere Wettbewerber die früh einen systematischen Prozess aufgebaut haben.
Wie können Agenturen Kundenbewertungen sammeln? 5 Methoden
Die fünf Methoden sind nach Aufwand geordnet – von der einfachsten Sofortmaßnahme bis zur vollständig automatisierten Lösung für wachsende Agenturen.
1. Persönliche Anfrage nach Projektabschluss
Die direkteste Methode ist die persönlichste: ein kurzes Gespräch oder eine individuelle E-Mail direkt nach dem Projektabschluss, in der Sie den Kunden um eine Bewertung auf einer Plattform seiner Wahl bitten.
Wirksamkeit ist hoch – wenn der Zeitpunkt stimmt. Die Verhaltenspsychologie spricht von der Peak-End-Rule: Menschen erinnern ein Erlebnis vor allem durch den emotionalen Höhepunkt und das Ende. Der optimale Moment für eine Bewertungsbitte ist daher innerhalb von 24 Stunden nach dem Go-Live oder dem letzten Übergabe-Meeting – wenn die Zufriedenheit am stärksten präsent ist. Eine Woche später ist die Stimmung oft schon verflogen.
Einschränkung: Skaliert nicht. Bei zwei bis drei Projekten pro Monat funktioniert das. Bei zehn oder mehr gleichzeitigen Projekten geht die Anfrage regelmäßig im Tagesgeschäft unter.
2. Automatisierte E-Mail nach Projektabschluss
Eine automatisierte E-Mail die drei bis sieben Tage nach Projektabschluss ausgeht, löst das Skalierungsproblem. Sie wird einmal aufgesetzt und läuft danach ohne weiteres Zutun.
Wichtig: Die Mail muss sich persönlich anfühlen. Vorname, Projektname, ein konkreter Bezug. Generische Massenmails produzieren keine Bewertungen – sie landen im Papierkorb. Folgende Vorlage hat sich in der Praxis bewährt:
Vorlage: Bewertungsanfrage per E-Mail
Betreff: Kurzes Feedback zu unserem Projekt – [Projektname]
Guten Morgen [Vorname],
es ist jetzt eine Woche her, seit wir [Projektname] gemeinsam abgeschlossen haben. Ich hoffe, der Start läuft reibungslos.
Wenn Sie mit der Zusammenarbeit zufrieden waren, würde ich mich sehr über eine kurze Bewertung freuen – das hilft anderen Unternehmen bei ihrer Entscheidung und dauert nur zwei bis drei Minuten:
→ [Direktlink zur Bewertungsseite]
Falls es irgendetwas gibt das nicht optimal gelaufen ist, freue ich mich über eine direkte Rückmeldung – einfach auf diese Mail antworten.
Herzliche Grüße
[Ihr Name]Variablen anpassen: [Vorname], [Projektname], [Direktlink]. Versand-Timing: 5–7 Tage nach Projektübergabe.
Umsetzung: Einfache E-Mail-Automatisierung über das eigene CRM oder ein Tool wie Brevo (ehemals Sendinblue). Trigger ist das Projektabschluss-Datum.
Profi-Tipp – NPS-Vorfilterung: Wer sicherstellen will, dass nur wirklich zufriedene Kunden zur öffentlichen Bewertung weitergeleitet werden, schaltet davor eine einfache Net Promoter Score-Frage: "Auf einer Skala von 0–10: Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie uns weiterempfehlen?" Wer 9 oder 10 gibt (Promotoren), bekommt direkt den Bewertungslink. Wer 6 oder weniger gibt, erhält stattdessen eine interne Rückfrage – das schützt die öffentliche Bewertungsbilanz und signalisiert Kunden dass Feedback ernst genommen wird.
3. QR-Code im Abschlussdokument
Wer einen Abschlussbericht, eine Übergabe-Dokumentation oder eine Abschlussrechnung verschickt, kann darin einen QR-Code platzieren der direkt auf die Bewertungsseite führt. Der Kunde muss nicht suchen – ein Scan genügt.
Sinnvoll auf: Abschlussrechnungen, Abnahmeprotokollen, dem letzten Projektbericht, Onboarding-Dokumenten für laufende Betreuungsverträge. Der QR-Code lässt sich mit kostenlosen Tools wie QR Code Generator erstellen und dauert fünf Minuten einzurichten.
4. Bestehende Bewertungen aus anderen Plattformen importieren
Viele Agenturen haben bereits Bewertungen – auf Google, Trustpilot oder LinkedIn. Das Problem: Sie sind verstreut und für Interessenten auf Agenturmarkt.de oder ProvenExpert unsichtbar.
Der Import-Ansatz löst das ohne neue Bewertungen anfordern zu müssen: Bestehende Bewertungen werden auf einer zentralen Plattform gebündelt und sichtbar gemacht. Das ist kein Duplizieren – es ist Konsolidierung. Besonders sinnvoll als erster Schritt wenn noch kein Prozess vorhanden ist.
5. Zentrales Bewertungsmanagement-Tool
Ab einer gewissen Projektanzahl lohnt sich ein dediziertes Tool das alle Prozesse bündelt: Bewertungsanfragen automatisch versenden, Bewertungen aus mehreren Plattformen importieren, auf Bewertungen antworten, die Präsenz auf relevanten Verzeichnissen steuern.
Das ist die skalierbarste Methode – und für wachsende Agenturen mit Abstand die wirksamste. Welches Tool dafür geeignet ist, zeigt der nächste Abschnitt.
Kurz zusammengefasst: Die persönliche Anfrage ist der einfachste Start. Die automatisierte E-Mail ist der sinnvolle zweite Schritt. Ein zentrales Tool ist die Lösung für alle die Bewertungsmanagement nicht jedes Quartal neu erfinden wollen.
Bewertungsmanagement, Case Studies und Agenturmarkt-Präsenz in einem Tool
Werbung · Trustmarkt ab 66 €/Monat
Welches Tool ist für Agenturen im DACH-Raum am besten geeignet?
Der Markt für Bewertungsmanagement-Tools ist groß – aber nicht alle sind auf die Bedürfnisse deutschsprachiger Agenturen und Freelancer zugeschnitten. Drei Tools sind in der Praxis besonders relevant:
| Kriterium | ProvenExpert | trustindex.io | Trustmarkt |
|---|---|---|---|
| Preis | ab 0 € (Starter ab 49,99 €/Monat) | ab ca. 5 €/Monat (65 $/Jahr) | ab 66 €/Monat |
| Bewertungen importieren | Ja (Google, Trustpilot u.a.) | Ja (80+ Plattformen) | Ja (inkl. Agenturmarkt.de) |
| Anfragen automatisieren | Ja | Begrenzt | Ja |
| Case Study Management | Nein | Nein | Ja (laut Anbieter) |
| Agenturmarkt.de-Präsenz | Nein | Nein | Ja (direkte Integration) |
| Magazin-Artikel veröffentlichen | Nein | Nein | Ja (Agenturmarkt + Expertenmarkt) |
| Fokus DACH-Markt | Ja | International | Ja |
Alle Preisangaben ohne Gewähr, Stand Mai 2026. Bitte aktuelle Preise direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.
ProvenExpert – stark für reine Bewertungssammlung
ProvenExpert ist im deutschsprachigen Raum gut etabliert und eignet sich für Agenturen die primär Bewertungen aggregieren und auf ihrer Website als Widget anzeigen wollen. Die kostenlose Version ist eingeschränkt; die Starter-Version kostet ab 49,99 €/Monat, der Expert-Tarif ab 99,99 €/Monat. Case Studies oder eine direkte Verbindung zu Agenturmarkt.de bietet das Tool nicht.
trustindex.io – gut für Widget-Einbindung
trustindex.io ist stark wenn es darum geht, Bewertungen von vielen verschiedenen Plattformen auf der eigenen Website schön darzustellen. Der Einstiegspreis beginnt bei ca. 65 $/Jahr (rund 5 €/Monat), was es zur günstigsten Option in diesem Vergleich macht. Als reines Widget-Tool ist es solide. Für Agenturen die ihre Präsenz auf Verzeichnissen ausbauen oder Case Studies verwalten wollen, greift es aber zu kurz.
Trustmarkt – All-in-One für Agenturen im DACH-Raum
Trustmarkt ist das einzige Tool dieser Liste das Bewertungsmanagement, Case Study Management und eine direkte Präsenz auf Agenturmarkt.de und Expertenmarkt.de in einem System vereint. Das ist für Agenturen und Freelancer im DACH-Raum ein relevanter Unterschied: Man verwaltet nicht nur Bewertungen, sondern baut gleichzeitig Sichtbarkeit auf den Plattformen auf wo potenzielle Kunden aktiv suchen.
Die KI-gestützte Inhaltserstellung – etwa aus YouTube-Videos oder Audio-Aufzeichnungen – spart Zeit bei der Content-Produktion. Anti-Fake-Mechanismen helfen dabei, unberechtigte Negativbewertungen zu erkennen und zu melden.
Einschränkung: Trustmarkt ist klar auf den DACH-Markt und auf erklärungsbedürftige B2B-Dienstleistungen ausgerichtet. Für Agenturen die primär international tätig sind oder ein Portfolio ausschließlich für B2C-Kunden haben, sind die Vorteile der Agenturmarkt.de-Integration weniger relevant. Auch der Einstiegspreis von 66 €/Monat ist höher als bei reinen Widget-Tools – wer nur ein einfaches Bewertungs-Widget sucht, fährt günstiger mit trustindex.io.
Für Agenturen und Freelancer die ihren Bewerbungsprozess systematisieren und gleichzeitig auf Agenturmarkt.de sichtbarer werden wollen, ist Trustmarkt die logische Wahl. Mehr Informationen: [Werbung] trustmarkt.de.
Häufige Fehler beim Bewertungen sammeln
Diese Fehler lassen sich leicht vermeiden – sie passieren aber regelmäßig, weil sie im Alltag nicht auffallen.
- Zu spät fragen. Die Bitte um eine Bewertung drei Monate nach Projektabschluss kommt zu einem Zeitpunkt an dem der Kunde das Projekt kaum noch präsent hat. Der richtige Moment ist unmittelbar nach der Abnahme – nicht irgendwann später.
- Zu kompliziert machen. Wer den Kunden auffordert, sich erst auf einer Plattform zu registrieren, dann einzuloggen und dann ein Formular auszufüllen, bekommt keine Bewertung. Direktlink zur Bewertungsseite, fertig.
- Nur auf eine Plattform setzen. Google-Bewertungen sind wertvoll für lokale Suchen. Agenturmarkt.de-Bewertungen sind entscheidend für die Sichtbarkeit auf dem Verzeichnis. ProvenExpert-Bewertungen können auf der eigenen Website angezeigt werden. Wer nur eine Plattform bespielt, verschenkt Sichtbarkeit.
- Keine Antworten auf Bewertungen. Wer auf Bewertungen nicht reagiert – weder auf positive noch auf negative – signalisiert Desinteresse. Eine kurze, persönliche Antwort auf jede Bewertung ist kein Aufwand, hat aber messbaren Einfluss auf die Wahrnehmung durch potenzielle Kunden.
- Fake-Bewertungen riskieren. Eigenbewertungen, gekaufte Rezensionen oder Bewertungen von Mitarbeitern – all das widerspricht den Plattformregeln und kann zur Sperrung führen. Seit 2024 gilt zudem die EU-Omnibus-Richtlinie 2019/2161: Gefälschte oder incentivierte Bewertungen sind in der EU ausdrücklich verboten und können mit Bußgeldern von mindestens 4 Prozent des Jahresumsatzes bestraft werden. Kein Weg darum herum: Echte Bewertungen von echten Kunden sind der einzige nachhaltige Weg.
Wie gehe ich mit negativen Bewertungen um?
Dieser Abschnitt wird in den meisten Ratgebern zum Thema übersprungen – obwohl er in der Praxis der entscheidende ist. Eine unbeantwortet gebliebene Negativbewertung ist für potenzielle Kunden sichtbarer als zehn positive. Eine gut beantwortete dagegen kann Vertrauen aufbauen.
Die Psychologie dahinter: Wer sieht, dass eine Agentur auf Kritik sachlich und lösungsorientiert reagiert, gewinnt Einblick in die Unternehmenskultur. Das ist oft überzeugender als ein makelloses Fünf-Sterne-Profil – denn kein Unternehmen ist fehlerfrei, und das weiß auch der potenzielle Kunde.
Das 3-Schritte-Antwortmodell für kritische Bewertungen:
- Anerkennen, nicht rechtfertigen. Beginnen Sie mit einer kurzen, echten Anerkennung: "Danke für Ihr Feedback – ich nehme Ihre Einschätzung ernst." Keine Erklärungen im ersten Satz, keine Gegenargumente.
- Kontext geben, wenn nötig. Wenn der Sachverhalt sachlich falsch dargestellt wurde, korrigieren Sie ihn ruhig und präzise – ohne Vorwürfe. Zwei bis drei Sätze genügen. Alles andere wirkt defensiv.
- Lösungsangebot machen und offline führen. Bieten Sie an, das Gespräch direkt weiterzuführen: "Ich würde mich freuen, wenn wir das persönlich klären könnten – bitte melden Sie sich unter [E-Mail/Telefon]." Das zeigt Initiative und verhindert eine öffentliche Eskalation.
Wichtig: Antworten Sie auf jede Bewertung – nicht nur auf negative. Kurze Danksagungen auf positive Bewertungen signalisieren Aktivität und sind ein positives Rankingsignal auf Plattformen wie Google.
Meldepflichtige Bewertungen: Wenn eine Bewertung nachweislich unwahr, beleidigend oder von einem Nicht-Kunden stammt, können Sie sie auf den meisten Plattformen melden. Google und ProvenExpert haben dafür definierte Meldeprozesse. Beachten Sie: Die bloße Unzufriedenheit mit dem Inhalt ist kein Meldegrund – nur tatsächliche Verstöße gegen Plattformregeln.
Häufige Fragen zum Bewertungen sammeln als Agentur
Auf welchen Plattformen sollten Agenturen Bewertungen sammeln?
Für deutschsprachige Agenturen sind Agenturmarkt.de, ProvenExpert und Google die relevantesten Plattformen. Agenturmarkt.de ist besonders wertvoll weil der Plattform-Score direkt die Sichtbarkeit in der Suchliste beeinflusst. Google-Bewertungen sind für lokale Sichtbarkeit entscheidend. ProvenExpert bündelt Bewertungen aus mehreren Quellen und eignet sich gut als zentrale Anlaufstelle.
Wie viele Bewertungen braucht eine Agentur um sichtbar zu sein?
Es gibt keine magische Zahl, aber die Praxis zeigt: Ab etwa 10 Bewertungen mit einem Schnitt über 4,5 nehmen potenzielle Kunden eine Agentur als vertrauenswürdig wahr. Wichtiger als die Zahl ist Aktualität – drei Bewertungen aus dem laufenden Jahr wirken überzeugender als zwölf aus 2021.
Darf ich Kunden um Bewertungen bitten?
Ja, das ist ausdrücklich erlaubt und branchenüblich. Was nicht erlaubt ist: Bewertungen kaufen, fälschen oder gegen Vergünstigungen eintauschen. Eine direkte, ehrliche Bitte nach Projektabschluss ist die sauberste und wirksamste Methode – und wird von Plattformen wie Google ausdrücklich unterstützt.
Was tun wenn ein Kunde eine schlechte Bewertung hinterlässt?
Immer öffentlich antworten – sachlich, ohne Rechtfertigung, mit konkretem Lösungsangebot. Das 3-Schritte-Modell: (1) Anerkennen, (2) kurz Kontext geben falls nötig, (3) Gespräch offline anbieten. Eine professionelle Antwort auf eine schlechte Bewertung ist oft überzeugender als zehn gute Bewertungen ohne Reaktion – sie zeigt, wie die Agentur mit Kritik umgeht.
Wie lange dauert es eine starke Bewertungspräsenz aufzubauen?
Mit einem systematischen Prozess und einem mittleren Projektvolumen sind 20 bis 30 Bewertungen auf mehreren Plattformen innerhalb von vier bis sechs Monaten erreichbar. Ohne Prozess dauert dasselbe Ergebnis Jahre – oder kommt nie.
Sind KI-generierte Antworten auf Kundenbewertungen erlaubt?
Ja, KI-generierte Antworten auf Bewertungen sind rechtlich erlaubt. Wichtig ist, dass die Antwort individuell angepasst wirkt und nicht generisch klingt. Google und ProvenExpert schreiben aktuell keine menschliche Autorenschaft vor. Empfehlenswert: die KI-Antwort kurz gegenlesen und ggf. mit einem persönlichen Detail ergänzen – das erhöht die Wirkung und vermeidet den "copy-paste"-Eindruck den Nutzer schnell erkennen.
Fazit: Bewertungen sammeln ist kein Glück, sondern ein Prozess
Wer als Agentur oder Freelancer systematisch Kundenbewertungen sammelt, baut einen Vertriebskanal auf der rund um die Uhr arbeitet – ohne Kaltakquise, ohne Werbebudget. Der Unterschied zwischen Agenturen mit zwanzig Bewertungen und solchen mit zweien liegt fast nie an der Qualität der Arbeit. Er liegt an der Konsequenz des Prozesses.
Der einfachste erste Schritt: Nach dem nächsten Projektabschluss persönlich um eine Bewertung bitten – idealerweise innerhalb von 24 Stunden nach Go-Live, wenn die Projekterinnerung am lebendigsten ist. Das kostet drei Minuten und ist der Beginn eines Systems.
Wer den Prozess automatisieren und gleichzeitig die eigene Präsenz auf Agenturmarkt.de ausbauen will, findet in Trustmarkt das passende Tool dafür – mit Bewertungsmanagement, Case Study System und direkter Plattform-Integration. Ob sich der Einstiegspreis von 66 €/Monat lohnt, hängt vom eigenen Projektvolumen ab: Ab zwei bis drei Projekten pro Monat amortisiert sich das Tool durch die gewonnene Sichtbarkeit in der Regel innerhalb weniger Wochen.
Checkliste: Bewertungsmanagement für Agenturen und Freelancer
Diese Checkliste deckt den gesamten Prozess ab – von der ersten Bewertungsanfrage bis zum professionellen Umgang mit Kritik. Nutzen Sie sie als Referenz beim Aufbau Ihres eigenen Systems.
Grundlage schaffen
- Google-Unternehmensprofil vollständig ausgefüllt und verifiziert
- Profil auf Agenturmarkt.de angelegt und aktuell
- ProvenExpert-Profil oder zentrales Bewertungstool eingerichtet
- Direkt-Link zur Bewertungsseite bereitliegen (kein Suchen für den Kunden)
Prozess nach Projektabschluss
- Bewertungsanfrage innerhalb von 24 Stunden nach Go-Live versenden
- E-Mail-Vorlage personalisiert (Vorname, Projektname, Direktlink)
- Optional: NPS-Vorfilter eingebaut (nur Promotoren → öffentliche Bewertung)
- QR-Code in Abschlussrechnung oder Übergabedokumentation integriert
- Erinnerungs-Follow-up nach 7 Tagen geplant (einmalig, nicht mehr)
Bewertungen managen
- Auf jede positive Bewertung kurz und persönlich danken
- Auf negative Bewertungen innerhalb von 48 Stunden antworten (3-Schritte-Modell)
- Bestehende Bewertungen von Google, Trustpilot & Co. auf Hauptplattform importiert
- Agenturmarkt.de-Score regelmäßig überprüft (beeinflusst Sichtbarkeit direkt)
- Keine Fake-Bewertungen, keine incentivierte Bewertungen (EU Omnibus 2019/2161)
Bewertungen sichtbar machen
- Bewertungs-Widget auf der eigenen Website eingebunden
- Top-Bewertungen als Testimonials auf der Leistungsseite eingesetzt
- Case Studies aus abgeschlossenen Projekten veröffentlicht
- Bewertungsprofil-Link in E-Mail-Signatur ergänzt
Bewertungen, Case Studies und Agenturmarkt-Präsenz in einem Tool verwalten
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