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Firmenwebsite erstellen lassen: Kosten, Ablauf & worauf es wirklich ankommt

Lesezeit: ca. 12 Minuten ·

Firmenwebsite erstellen lassen – Leitfaden für kleine Unternehmen 2026

81 Prozent der Verbraucher recherchieren online bevor sie ein lokales Unternehmen kontaktieren – und 75 Prozent beurteilen die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens anhand seiner Website (Stanford Web Credibility Research). Trotzdem haben laut Bitkom 2024 noch immer 27 Prozent der deutschen kleine Unternehmen keine eigene Unternehmenswebsite.

Die häufigste Begründung: zu teuer, zu aufwendig, nicht dringend. Das ändert sich in dem Moment wo ein potenzieller Kunde googelt – und die Konkurrenz findet, nicht das eigene Unternehmen.

Gleichzeitig ist der Markt für Webentwicklung einer der intransparentesten überhaupt: Angebote für dieselbe Firmenwebsite variieren zwischen 1.500 € und 25.000 €. Wer nicht weiß was er braucht, zahlt entweder zu viel — oder kauft sich Probleme ein die erst Monate nach dem Launch sichtbar werden.

Dieser Leitfaden erklärt was eine professionelle Firmenwebsite 2026 kostet, welches CMS für welches Unternehmen passt, wie der Ablauf aussieht, was Sie selbst vorbereiten müssen — und welche Fehler die meisten kleine Unternehmen bei der Beauftragung machen. Am Ende finden Sie eine Checkliste die Sie direkt verwenden können.

Was kostet eine Firmenwebsite erstellen lassen? Preise 2026

Die Preise hängen von Umfang, Anbieter und Ihren eigenen Vorleistungen ab. Hier die realistischen Marktpreise in Deutschland 2026:

Website-TypFreelancerAgentur
Einfache Firmenwebsite (5–8 Seiten)2.500–6.000 €5.000–12.000 €
Unternehmenswebsite (10–20 Seiten)5.000–12.000 €10.000–25.000 €
+ Karriereseite & Bewerbungsformular+1.500–3.000 €+2.500–5.000 €
+ Kundenbereich / Login+3.000–8.000 €+6.000–15.000 €

Laufende Kosten: 100–300 € monatlich für Hosting, Domain, SSL und Wartung.

Faustregel für die Budgetplanung: Planen Sie 15–20% des Erstellungsbudgets jährlich für Wartung, Updates und laufende Optimierungen ein.

Profi-Tipp – Wo Sie am meisten sparen können: Wer eigene Texte, Bilder und ein druckfähiges Logo mitbringt, reduziert das Projektbudget um 20–35%. Content-Erstellung ist einer der größten Kostenpunkte in jedem Website-Projekt — und der einzige, den Sie vollständig selbst kontrollieren.

WordPress, Webflow oder TYPO3 – welches CMS passt zu Ihrer Firma?

Die CMS-Wahl ist eine der folgenreichsten Entscheidungen beim Website-Projekt — und wird oft dem Entwickler überlassen, obwohl sie das Unternehmen Jahre lang bindet. Hier ein ehrlicher Vergleich der relevantesten Systeme für kleine Unternehmen:

KriteriumWordPressWebflowTYPO3Jimdo / Wix
Preis (Entwicklung)MittelMittel–HochHochNiedrig
Selbst pflegbar✓ Ja✓ JaBedingt✓ Ja
DSGVO bei DE-Hosting✓ Ja⚠ US-Server✓ Ja⚠ Bedingt
Agentur-Auswahl DESehr großMittelKleinGroß
SEO-KontrolleSehr gutGutSehr gutEingeschränkt
Für wen geeignetDie meisten kleine UnternehmenDesign-fokussierte UnternehmenKonzerne, BehördenSoloselbstständige

Alle Einschätzungen basieren auf dem deutschen Markt, Stand Mai 2026.

Empfehlung für die meisten kleine Unternehmen: WordPress. Marktanteil von 43% weltweit, die größte Agenturlandschaft in Deutschland, riesiges Plugin-Ökosystem, selbst pflegbar ohne Programmierkenntnisse — und bei deutschen Hosting-Anbietern wie IONOS, Hetzner oder Raidboxes vollständig DSGVO-konform betreibbar. Der einzige echte Nachteil: ohne regelmäßige Updates und Backups ein Sicherheitsrisiko.

Was braucht eine gute Firmenwebsite? Die Pflicht-Seiten

Viele Unternehmen beauftragen eine Website ohne zu wissen welche Seiten sie wirklich brauchen. Das Ergebnis: Strukturen die weder für Besucher noch für Suchmaschinen funktionieren. Diese Seiten sind für eine professionelle Firmenwebsite nicht optional:

Startseite mit klarem Hero

Klare Aussage wer Sie sind, was Sie tun und für wen. Kein Marketingsprech — eine konkrete Antwort auf die Frage: "Bin ich hier richtig?" Die Startseite entscheidet in 3–5 Sekunden ob ein Besucher bleibt oder abspringt (Google nennt das Bounce Rate). Eine Telefonnummer sichtbar im Header reduziert die Bounce Rate nachweislich.

Einzelne Leistungsseiten – nicht eine Seite für alles

Jede Leistung als eigene Unterseite — nicht alles auf einer Seite zusammenfassen. Suchmaschinen brauchen klare, einzeln indexierbare Seiten um Ihre Leistungen thematisch einzuordnen. Ein Dachdecker mit den Leistungen "Flachdach", "Steildach" und "Dachsanierung" rankt besser mit drei Einzelseiten als mit einer Sammelseite.

Über uns mit echten Gesichtern

Gesichter, Namen, Geschichte. Kunden kaufen von Menschen — nicht von Unternehmen. Eine Über-uns-Seite mit echten Fotos und echten Texten ist einer der meistbesuchten Bereiche jeder B2B-Website. Stockfotos wirken sofort unpersönlich — Besucher erkennen sie innerhalb von Sekunden.

Referenzen und Kundenstimmen

Mindestens 3 echte Kundenzitate mit vollem Namen und Unternehmen. Social Proof ist der stärkste Conversion-Faktor auf B2B-Websites. Nach Nielsen Research vertrauen 92% der Konsumenten Empfehlungen von Personen — selbst wenn sie diese nicht kennen — mehr als jeder Form von Werbung.

Kontaktseite mit niederschwelligem Einstieg

Telefonnummer sichtbar im Header, Kontaktformular mit maximal 4 Pflichtfeldern, optional direkte Kalender-Integration für Terminbuchung (z.B. Calendly). Faustregel: Jedes zusätzliche Pflichtfeld senkt die Conversion um ca. 11%.

Impressum und Datenschutzerklärung

Rechtlich Pflicht in Deutschland (§ 5 TMG) — und von jeder Seite in maximal 2 Klicks erreichbar. Fehlende oder unvollständige Impressumsangaben sind abmahnfähig. Datenschutzerklärung muss alle Drittanbieter nennen (Google Analytics, Fonts, Maps etc.).

Rechtlicher Hinweis (BFSG ab Juni 2025): Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verpflichtet Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitenden oder mehr als 2 Mio. € Jahresumsatz zu barrierefreien digitalen Angeboten. Lassen Sie WCAG 2.1 AA von Anfang an einbauen — nachträgliches Nachrüsten kostet 30–50% mehr.

Was müssen Sie selbst vorbereiten? Die Vorarbeit-Checkliste

Der häufigste Grund für Projektverzögerungen und Budgetüberschreitungen: fehlende Inhalte auf Kundenseite. Wer gut vorbereitet in die Beauftragung geht, spart Zeit und Geld. Hier alles was Sie bereithalten sollten:

WasFormatWarum wichtig
Logo.svg oder .ai (Vektordatei)Pixelgrafiken (.jpg/.png) können nicht ohne Qualitätsverlust skaliert werden
UnternehmenstexteWord oder Google DocsTexterstellung durch Agentur kostet 150–300 € pro Seite extra
Fotos (Team, Räume, Produkte)JPG, min. 2000px BreiteStockfotos wirken unpersönlich; professionelle Fotografie kostet 500–2.000 € extra
Referenzen / KundenzitateText + Name + UnternehmenStärkster Vertrauensbeweis; ohne Genehmigung des Kunden nicht verwendbar
Domain-ZugangsdatenLogin beim Registrar (IONOS, Strato etc.)Ohne DNS-Zugriff kann der Entwickler die Website nicht live schalten
Wettbewerber-Websites3–5 URLs die Ihnen gefallenErsetzt 2 Stunden Briefing-Gespräch und reduziert Designiterationen

Tipp: Legen Sie all diese Materialien in einem freigegebenen Google Drive oder Dropbox-Ordner ab. Das spart Rückfragen und beschleunigt das Projekt spürbar.

Der Projektablauf: Von der Beauftragung bis zum Launch

So läuft eine professionelle Firmenwebsite-Erstellung ab — und wo die meisten Projekte ins Stocken geraten:

  1. 1

    Briefing & Anforderungsanalyse (1–2 Wochen)

    Ziele, Zielgruppe, gewünschte Funktionen, Budget, Zeitplan, Wettbewerber. Je genauer das Briefing, desto präziser das Angebot — und desto weniger Nachverhandlungen.

    💡 Erstellen Sie ein schriftliches Briefing bevor Sie Angebote einholen. Unser Artikel erklärt wie: Website-Briefing erstellen.

  2. 2

    Angebote einholen & Anbieter auswählen (1–3 Wochen)

    Mindestens 3 Angebote einholen — nicht nach Preis, sondern nach Passung: Portfolio, Branchenerfahrung, Kommunikation, Referenzen.

    💡 Bitten Sie jeden Anbieter um eine Referenz aus Ihrer Branche und rufen Sie dort an. Das dauert 10 Minuten und sagt mehr als jedes Portfolio.

  3. 3

    Konzept & Struktur / Sitemap (1–2 Wochen)

    Seitenstruktur, Navigationslogik, Wireframes. Hier entsteht das Gerüst — spätere strukturelle Änderungen sind teuer (jede nachträgliche neue Seite kostet 300–800 € extra).

  4. 4

    Design (2–4 Wochen)

    Visuelles Konzept, Farben, Typografie, Mobile-Ansichten. Wichtig: Feedbackrunden klar begrenzen — die meisten Agenturen kalkulieren 2 Überarbeitungsrunden; jede weitere kostet 150–500 €.

  5. 5

    Entwicklung & Content-Integration (2–6 Wochen)

    Häufigste Ursache für Verzögerungen: fehlende Texte und Bilder auf Kundenseite blockieren den Entwickler. Inhalte immer parallel zur Entwicklung vorbereiten.

    💡 Beauftragen Sie einen Texter parallel zum Entwickler — nicht nach. Das spart 2–4 Wochen Projektlaufzeit.

  6. 6

    Testing, DSGVO-Prüfung & Launch (1–2 Wochen)

    Browser-Tests (Chrome, Firefox, Safari, Edge), Mobile-Check, Ladezeit, DSGVO-konformes Cookie-Setup, Impressum & Datenschutzerklärung, 404-Seite. Erst nach vollständigem Test live schalten.

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Die 5 häufigsten Fehler beim Firmenwebsite erstellen lassen

Diese Fehler passieren nicht aus Unwissenheit — sondern weil sie im Moment der Entscheidung nicht sichtbar sind. Sie werden es sechs Monate später.

Freelancer oder Agentur – was passt zu Ihrer Firmenwebsite?

Die Frage ist nicht welche Option besser ist — sondern welche für Ihr Projekt passt. Ein erfahrener Freelancer liefert für viele kleine Unternehmen-Projekte dasselbe Ergebnis wie eine Agentur — zu 30–50% geringeren Kosten. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern in der Prozessstruktur:

Freelancer ist die richtige Wahl wenn:

  • ✓ Budget unter 10.000 €
  • ✓ Projekt klar definiert
  • ✓ Direkter Kontakt zu einer Person bevorzugt
  • ✓ Keine komplexen Funktionen oder Integrationen
  • ✓ Schnelle Umsetzung wichtiger als Prozess-Sicherheit

Agentur ist die richtige Wahl wenn:

  • ✓ Budget über 10.000 €
  • ✓ Mehrere Gewerke nötig (Design, Text, SEO, Entwicklung)
  • ✓ Langfristige Betreuung und fester Ansprechpartner gewünscht
  • ✓ Komplexe Anforderungen oder Integrationen
  • ✓ Branchenspezifische Erfahrung wichtig
In der Praxis ist ein Hybrid-Modell oft die klügste Lösung: Eine Agentur für Konzept und Design, ein Freelancer für die technische Umsetzung. Das kombiniert Prozesssicherheit mit Kosteneffizienz — aber es erfordert ein gutes Briefing das beide Parteien verbindet.

Häufige Fragen zur Firmenwebsite 2026

Was kostet eine Firmenwebsite erstellen lassen?

Eine professionelle Firmenwebsite kostet in Deutschland 2026 zwischen 3.000 und 15.000 € bei einem erfahrenen Freelancer, und zwischen 6.000 und 25.000 € bei einer Agentur. Dazu kommen laufende Kosten von 100–300 € monatlich für Hosting, Wartung und Domain. Wer eigene Texte und Bilder liefert, spart 20–35% des Gesamtbudgets.

Wie lange dauert es eine Firmenwebsite erstellen zu lassen?

Eine einfache Firmenwebsite mit 5–10 Seiten dauert bei einem Freelancer 3–6 Wochen. Eine umfangreichere Unternehmenswebsite mit individuellem Design bei einer Agentur dauert 8–16 Wochen. Der häufigste Verzögerungsgrund: fehlende Inhalte (Texte, Bilder, Logos) auf Kundenseite.

Was muss ich für eine Firmenwebsite selbst vorbereiten?

Mindestens: Logo in Vektordatei (.svg oder .ai), Unternehmenstexte (Über uns, Leistungen, Kontakt), professionelle Fotos, Zugangsdaten zu Domain und bestehendem Hosting sowie 3–5 Referenzen oder Kundenzitate. Je besser die Vorarbeit, desto günstiger und schneller das Projekt.

Welches CMS ist für eine Firmenwebsite am besten geeignet?

Für die meisten kleine Unternehmen ist WordPress die beste Wahl: Marktanteil von 43% weltweit, riesige Agenturlandschaft in Deutschland, selbst pflegbar ohne Programmierkenntnisse, DSGVO-konform bei deutschem Hosting. Alternative: Webflow für designlastige Seiten ohne eigenen Entwickler, TYPO3 für komplexe Konzernstrukturen.

Brauche ich für eine Firmenwebsite unbedingt eine Agentur?

Nein. Ein erfahrener Freelancer liefert für einfache bis mittlere Firmenwebsites oft dasselbe Ergebnis zu 30–50% geringeren Kosten. Eine Agentur lohnt sich wenn mehrere Gewerke gleichzeitig nötig sind oder das Budget über 15.000 € liegt.

Checkliste: Firmenwebsite beauftragen und erfolgreich launchen

Diese Checkliste deckt den gesamten Prozess ab — von der Vorbereitung bis zum Launch. Nutzen Sie sie als Referenz für Ihr Projekt.

Vor der Beauftragung

  • Ziele der Website schriftlich definiert (Was soll die Website leisten?)
  • Zielgruppe beschrieben (Wer soll die Website besuchen?)
  • Budget-Rahmen festgelegt (inkl. laufende Kosten)
  • Schriftliches Briefing erstellt und an alle Anbieter verschickt
  • Mindestens 3 Angebote eingeholt und verglichen
  • Referenzen des gewählten Anbieters geprüft (Anruf bei Referenzkunden)

Inhalte & Materialien vorbereiten

  • Logo als Vektordatei (.svg oder .ai) bereitgestellt
  • Alle Unternehmenstexte geschrieben oder Texter beauftragt
  • Professionelle Fotos erstellt oder Fotograf beauftragt
  • Mindestens 3 Kundenzitate mit Name und Unternehmen eingeholt
  • Domain-Zugangsdaten bereitgelegt
  • 3–5 Referenz-Websites als Design-Orientierung gesammelt

Vor dem Launch prüfen

  • Website auf Mobilgeräten vollständig getestet (iOS + Android)
  • Alle Formulare getestet (Kontakt, Newsletter etc.)
  • Impressum vollständig (Name, Adresse, E-Mail, ggf. USt-IdNr.)
  • Datenschutzerklärung aktuell (alle Drittanbieter genannt)
  • Cookie-Banner DSGVO-konform eingerichtet
  • Ladezeit unter 3 Sekunden (Google PageSpeed Insights)
  • Google Search Console eingerichtet, Sitemap eingereicht
  • Wartungsvertrag oder Update-Prozess vereinbart

Fazit: Was eine Firmenwebsite erstellen lassen 2026 wirklich bedeutet

Eine professionelle Firmenwebsite ist keine Einmalausgabe — sie ist eine Investition in den wichtigsten Vertriebskanal Ihres Unternehmens. Der Unterschied zwischen einer Website die Kunden gewinnt und einer die Besucher kostet, liegt selten im Design. Er liegt in der Vorbereitung, im richtigen Anbieter und im Prozess nach dem Launch.

Wer gut vorbereitet in die Beauftragung geht — mit Briefing, Materialien und realistischem Budget — bekommt für dasselbe Geld ein deutlich besseres Ergebnis als wer ohne Vorbereitung das erstbeste Angebot annimmt.

Den ersten Schritt — ein strukturiertes Briefing — erklärt unser Artikel Website-Briefing erstellen: Vorlage & Anleitung für kleine Unternehmen. Und wenn Ihre Firmenwebsite einen Online-Shop integrieren soll, zeigt Online-Shop erstellen lassen: Kosten & Preise 2026 was dort realistisch zu erwarten ist.

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Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle rechtliche, steuerliche oder wirtschaftliche Beratung. Alle Preisangaben sind Richtwerte ohne Gewähr – aktuelle Preise bitte direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen. Trotz sorgfältiger Recherche können sich einzelne Angaben durch zwischenzeitliche Änderungen als veraltet oder unvollständig erweisen.

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